Zum Hauptinhalt springen

apano-Stimmungsindex

es überrascht nicht, dass sich der „Falke“ Raphael Bostic nach den starken Arbeitsmarktzahlen zu Wort meldete.

es überrascht nicht, dass sich der „Falke“ Raphael Bostic nach den starken Arbeitsmarktzahlen zu Wort meldete. Der Präsident der FED von Atlanta meint, die US-Notenbank müsse den Zins vielleicht auf ein etwas höheres Peak anheben, als er selbst prophezeit habe. Das hören die Investoren natürlich nicht gerne: die Kurse der 10y Treasuries fallen weiter, die Renditen stehen bei aktuell 3,62% (gstern 3,58%), der US-Dollar zieht weiter an und an den US-Aktienmärkten setzten sich die Abgaben bei den zinssensiblen Technologiewerten weiter fort. Nun warten die Anleger, wie sich Jerome Powell heute um 17:00 MEZ im Economic Club of Washington in dieser Sache äußern wird. Wird er der von den Investoren gegen Ende 2023 erhofften ersten Zinssenkung eine noch klarere Absage erteilen? US-Präsident Biden erwägt, die Steuer auf Aktienrückkäufe von 1 auf 4% zu erhöhen. Das könnte in seiner für heute Abend (US-Zeit) anstehenden Rede zur Nation verkündet werden. Die Idee dahinter sei, dass Unternehmen in ihr Wachstum investieren sollen anstatt in die Steigerung der Aktien-Rendite. Da diese Rückkäufe für die Performance der US-Börsen hilfreich sind, könnte ein solcher Vorschlag die Stimmmung der Anleger weiter eintrüben.

In Asien tendierten die Aktienbörsen gut behauptet. In Hongkong stimulieren Hoffnungen, dass mit der geplanten Börsenaufnahme von Aramco Saudi Arabiens Investoren den Hang Seng stärker für sich entdecken könnten. Baidu haussierten mit +15% nach Bekanntgabe von Chatbot -Plänen, was wiederum dem Hang Seng Tech Index zu +1,3% verhalf. In China waren Immobilienaktien gesucht, nachdem Wuhan die Konditionen für den Kauf von Immobilien weiter lockerte. In Japan stiegen Finanzwerte, während auf der Gegenseite der Stahlkonzern JFE Holdings nach einer Geinnwarnung 8,5% verlor. Die privaten Haushalte haben auch in Japan im Dezember mit -1,3% viel weniger Geld im Vergleich zum Vorjahr ausgegeben als mit -0,2% prognostiziert. Jedoch könnte sich das jetzt ein wenig ändern, denn die Löhne sind wie heute verkündet ggü. Vorjahr im Dezember um 4,8% angehoben worden. Das ist der höchste Anstieg seit 26 Jahren. In Australien hat die Notenbank ihren Leitzins um 0,25% das neunte Mal in Folge angehoben und wegen der hartnäckig hohen Inflation weitere Schritte angekündigt.

Europas Börsen starten uneinheitich in den Handelstag. Sehr gut kommen die Zahlen von BP an. Aber auch, dass Saudi-Arabien seine Preise für Lieferungen nach Asien erhöht hat und davon der Rohölpreis den zweiten Tag in Folge profitiert, stimuliert den Energiesektor (+1,5%). Auch Banktitel sind wegen der wieder steigenden Zinsen gesucht, zudem zeigen sich erneut die defensiven Subindizes Gesundheit und Nahrungsmittel freundlich. Die Bereiche Luxuskosumgüter und Technologie sind hingegen nicht gefragt. Aufgrund seiner Zusammensetzung legt der STXE 50 heute früh 0,45% zu, während DAX und ESX 50 auf der Stelle treten. Die deutsche Produktion entwickelte sich im Dezember erheblich schwächer als mit -0,2% erwartet, der Rückgang zum November betrug 3,1%. Die Commerzbank sieht das aber in erste Linie durch Sondereffekte begründet, die in der Saisonbereinigung nicht ausreichend Berücksichtigung gefunden hätten. Dass das Statistische Bundesamt heute bekannt gab, dass die Reallöhne 2022 das dritte Jahr in Folge und dieses Mal um erhebliche 4,1% gesunken seien, dürfte den Ton in den anstehenden Lohnrunden weiter verschärfen.

Im APX kostet der weitere Renditeanstieg via italienische Staatsanleihen einen Punkt.