Anlegen in Investmentfonds

Was sind Investmentfonds?

Investmentfonds setzen sich aus Anlegergeldern zusammen, die von einer Kapitalanlagegesellschaft eingesammelt, gebündelt und angelegt werden. Eine vernünftige Risikostreuung spielt dabei eine große Rolle. Daher investiert die Kapitalanlagegesellschaft das Anlegervermögen nicht titelspezifisch, sondern in verschiedene handelbare Werte. Dazu zählen neben Aktien und festverzinslichen Wertpapieren auch Finanzterminkontrakte und Immobilien. Die Anteilscheine können in der Regel börsentäglich gehandelt werden. In der Welt der Investmentfonds wird unterschieden zwischen beispielsweise Publikums- und Spezialfonds, Aktien- oder Rentenfonds sowie zwischen offenen und geschlossenen Fonds.

Investmentfonds: Reguliert und transparent
Investmentfonds müssen in der Europäischen Union speziellen Anforderungen (UCITS-Richtlinien) genügen. So unterliegen sie der Zulassungspflicht und werden zum Beispiel in Deutschland von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert. Die Fonds müssen zudem einheitliche Informationsstandards erfüllen, die eine höhere Transparenz ermöglichen. Dazu zählen vereinfachte Verkaufsprospekte, die beispielsweise Anlagepolitik und Gebühren verständlich darstellen. Mittlerweile gibt es mit UCITS IV eine weitere Überarbeitung der UCITS-Richtlinie. Mit ihr wurde das Anzeigeverfahren für den grenzüberschreitenden Vertrieb vereinfacht, grenzüberschreitende Fondsfusionen ermöglicht und ein neues Konzept der Anlegerinformation eingeführt.

Investmentfonds als Sondervermögen
Investmentfonds gelten insgesamt als Sondervermögen. Das bedeutet, dass die Anlagen getrennt von dem Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft gehalten werden müssen. Im Falle einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft ist das Vermögen der Anleger damit geschützt.