Zum Hauptinhalt springen

apano-Stimmungsindex

Erstellt von apano GmbH |

Täglicher Kommentar der apano-Fondsberater

Dass das Weiße Haus erwägt, neue Strafzölle auf Waren aus Europa zu erheben, war einer der Faktoren, warum gestern die Kurse einbrachen. Zwar sind die USA dazu von der WTO legitimiert als Revanche für unerlaubte Subventionen bei Airbus und das Thema ist nicht neu und auch die Summe nicht horrend, aber anscheinend verunsichert schon die bloße Vorstellung, dass das Schreckgespenst „Strafzölle“ wieder an die Börsen zurückkehrt. Tokio berichtet über 48 (gestern 55) neue Covid-Erkrankungen. Eine der Bedingungen für weitere Lockerungen ist, dass die Fallzahlen im wöchentlichen Durchschnitt unter 20 pro Tag liegen. Auf der Gegenseite sind mehr als 50 Neuinfektionen eine der Voraussetzungen für einen neuerlichen Lockdown. Da in den USA nach einer kurzen Beruhigungsphase mittlerweile wieder mehr als 30.000 Menschen täglich neu erkranken, wächst die Angst vor einem Wiederabflachen der zaghaft begonnenen Wiederbelebung der US-Wirtschaft. Großer Verlierer gestern die Reisebranche - ein Zeichen für wieder wachsende Anlegersorgen, dass die Normalisierung des Lebens sich verzögert. Die US Rohöl-Lagerbestände stiegen um 1,4 Mio auf 540,7 Mio Barrel, das ist die dritte Woche in Folge mit Rekordstand. Der Ölpreis reagierte mit heftigen Abgaben. Die tägliche US-Rohölproduktion stieg um 500T auf inzwischen wieder 11 Mio Barrel / Tag, nachdem ein Tropensturm die offshore-Förderung im Golf von Mexiko für einige Tage unterbrochen hatte. Der IWF hat seine im April vorgelegte Prognose für die Weltwirtschaft offiziell revidiert: statt -3% werden nun -4,9% für 2020 erwartet. Eine Absenkung hatte der IWF jedoch bereits vor Wochen angekündigt. Begründet wird sie mit den unmittelbaren Auswirkungen des globalen Lockdowns, der umfangreicher ausfiel als im April erwartet. Zudem glaubt der IWF, dass Angstsparen zu reduzierten Konsumverhalten führen könnte. Deshalb wird die Erwartung für 2021 von +5,8% auf +5,4% zurück geschraubt. Der apano-Stimmungsindex verliert heute vier Punkte wegen der anziehenden Volatilität und des Rückgangs im DAX. Da sowohl STXE 600 als auch S&P 500 seit gestern Nachmittag unterhalb ihres seit März laufenden Aufwärtstrends notieren, sind wir in hoher Alarmbereitschaft.

Mit dem apano-Stimmungsindex berechnet apano Investments seit 2012 täglich die globale Marktstimmung und steuert damit u.a. die hauseigenen Investmentfonds „apano HI Strategie 1“ und „apano Global Systematik“.

Zurück

Über apano-Stimmungsindex

Marktstimmung erkennen

Ob eine Finanzanlage erfolgreich ist, hängt maßgeblich davon ab, ob die Investition zur Richtung des Marktes passt. Wie kann jedoch die Marktstimmung zuverlässig identifiziert werden? Hierzu hat das Investment-Team von apano über Jahre hinweg ein eigenes System entwickelt: den apano-Stimmungsindex.

Sie können dem apano-Stimmungsindex und dem täglichen Beraterkommentar entweder auf dieser Seite, aber auch auf Facebook und Twitter folgen.

Steuerung der apano-Fonds

Der apano-Stimmungsindex identifiziert täglich die global vorherrschende Marktstimmung. Gemäß der gemessenen Marktstimmung (optimistisch, zuversichtlich, neutral oder pessimistisch) werden die beiden apano-Fonds, der der vermögensverwaltende Mischfonds apano HI Strategie 1 und der mit Wertsicherungskonzept an die Aktienmärkte angelehnte apano Global Systematik so eingestellt, dass sie von der jeweils aktuellen Situation profitieren können.

Schlüsselmärkte des apano-Stimmungsindex

Derzeit werden täglich 17 Schlüsselmärkte beobachtet, deren Verhalten die Stimmung (optimistisch, zuversichtlich, neutral oder pessimistisch) der globalen Anleger widerspiegelt. Zu diesen Märkten gehören beispielsweise der weltweit bedeutendste US-amerikanische Aktienindex S&P 500, der deutsche Aktienindex DAX, das Börsenbarometer Europas STOXX Europe 600, Asiens bedeutendster Aktienindex Nikkei 225, Anleihemärkte wie der Deutsche Rentenmarkt und auch Rohstoffmärkte wie Gold oder Kupfer. Neben diesen Schlüsselmärkten werden noch zwei wichtige Volatilitätsindizes gemessen. So können auch schnelle Veränderungen zeitnah erkannt und das Portfolio entsprechend angepasst werden.